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Meldungen von August 2007


Außerdem aktuell:
Newsletter auf dem Prüfstand: Airlines besser als Reiseveranstalter
Vermieter unbekannt verzogen? Online-Betrug mit privaten Fewos
Laptops auf Reisen: Tipps für preiswertere Onlineverbindungen

Was taugen Städte-"Cards" für Touristen?
Wir haben acht Karten für die sieben wichtigsten deutschsprachigen Ziele
* unter die Lupe genommen.
Ergebnis: Oft kauft man sich für viel Geld nur Mini-Rabatte,
aber es gibt sie auch wirklich, die City-Flatrate.

*Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, München, Wien, Zürich

Topstädte für Busse: Berlin bietet für Städtereisen per Bus den besten Service. Das ergab eine Umfrage der Fachzeitung "Bus Blickpunkt", an der sich 368 Busunternehmer aus dem In- und Ausland beteiligten. Mit den Schulnoten 1 bis 6 wurden 33 deutsche Städte bewertet, von Attraktivität über Erreichbarkeit der City bis zur Originalität der Stadtführungen. Die Hauptstadt kam insgesamt auf einen Notenschnitt von 2,1, gefolgt von Dresden und Hamburg (2,3).Überraschend schlecht liegt Köln nur auf Platz 20, vor allem wegen schlechter Noten in den Fächern Busparkplatz, Fahrerservice und öffentliche WCs. Abgeschlagene Schusslichter sind Mannheim und Saarbrücken. Städtereisen im Inland gelten nach den jüngsten Erhebungen der Tourismusbranche als Wachstumsmarkt der nächsten Jahre. Jährlich buchen etwa sieben Millionen Deutsche eine Städtereise mit dem Bus. Die Nachfrage in diesem Segment hat sich seit 2000 glatt verdoppelt.

http://www.busnetz.de
http://www.busblickpunkt.de

Den kürzesten Weg zum nächsten Autovermieter am Urlaubsort ermittelt jetzt Michelin, bisher mehr als Scout für Restaurants und Hotels bekannt. Das Feld "Mietwagen" in der touristischen Umgebungssuche markiert auf seiner Karte Standorte, wo Auto Europe Fahrzeuge vermittelt. Auf Wunsch öffnet sich auch gleich ein Buchungsanfrage-Formular. Allerdings fehlt manche interessante Autovermietung, die das lokale Suchwort im Vergleichstest bei "web.de" liefert. Dort wiederum verlängern diverse Taxiunternehmer und andere Anbieter die Liste ins Unübersichtliche.

http://www.viamichelin.de
http://www.web.de

Auf Kurztrips, Events und Last-Minute-Pauschalreisen spezialisiert sich die runderneuerte Urlaubsseite der Deutschen Bahn. Sie wurde zwar viel übersichtlicher, verlangt aber noch zu viele Mausklicks.

http://www.ameropa.de

Fünf alte Gletscher, eine neue Homepage. Ihr interaktiver Orientierungsplan regt zum spielerischen Computer-Anflug auf Tirol an. Auch wenn die Live-Webcam-Bilder manchmal etwas trübe sind: Die Aussicht ist ganz klar, hier "dem Himmel so nah" zu sein. Dafür kann man auch gleich von Anfang Oktober bis Mitte Dezember Wochenendarrangements zum Ski-Opening buchen, inklusive Direktflug ab Köln, ab 269 Euro.

http://www.gletscher.tirol.at

Grüne Flaggen am Strand bedeuten kein gefahrloses Baden, werden also weltweit abgeschafft.
Falsch oder richtig?
Stimmt.
Aber es ist nur eine von 20 Fragen rund um die Sicherheit im Wasser. Bei diesem neuen Online-Urlaubsquiz geht es mal nicht ums Gewinnen, sondern ums bloße Überleben.

http://www.blausand.de

Lufttaxi zur IFA: Das Berliner Messegelände rückt während der Funkausstellung vom 31. August bis zum 5. September 2007 wieder auf nur sechs Hubschrauber-Flugminuten an Schönefeld heran. Das Inklusivticket von Germanwings und Air Service Berlin kostet 138 Euro, ohne Anschlussflug 89 Euro, Gepäcktransport per Bus fünf Euro extra. Der Helikopter startet morgens und nachmittags je sechs Mal.
Buchungen über die "Shuttle-Hotline" 030/69 53 59 20 (9 bis 18 Uhr) oder per E-Mail.

helicoptershuttle@air-service-berlin.de
http://www.air-service-berlin.de
http://www.germanwings.de

Retter in Gefahr: Vor spontanen Rettungsaktionen warnt die Bremer Bade-Sicherheitsorganisation Blausand. Insbesondere bei starker Strömung brächten sich "unprofessionelle Retter" in dieselbe Gefahr wie die Menschen, denen sie helfen wollen. Allein an der dänischen Nordseeküste sind in den letzten Wochen zehn Menschen ertrunken.

http://www.blausand.de

Nur drei Wünsche
haben die meisten Urlauber.

Sie suchen das optimale Quartier am geeignetsten Ort zum besten Preis.
Mehr nicht.
Doch auf dem Weg dorthin wird der Online-Datendschungel mit wachsendem Angebot immer unübersichtlicher.
Verblüffend einfach funktioniert der neue "Zoom"-Filter von Zoover. Dabei verfeinert der Nutzer in der linken Spalte nach und nach seine Wünsche von der Region bis zu Kriterien wie Pistennähe oder Kinderfreundlichkeit. Am Ende bleibt eine überschaubar gesiebte Quartier-Auswahl übrig. Ohne Gewähr, denn was nicht entsprechend bewertet ist, fällt durch den Rost.
Technisch aufwändiger ermitteln Meta-Suchmaschinen wie Kayak, Kinkaa und Trivago zwar keine Reisewünsche, dafür vergleichen sie die Preise von Hotelbörsen und Online-Reisebüros. 
Schnäppchenfindern im ganzen Netz am Bildschirm quasi live über die Schulter zu schauen, diese Sonderfunktion bietet Kinkaa. Im neuen Kapitel "Schnäppchen" wird aufgelistet, welche besten Preise andere in den letzten Minuten gefunden haben und was zurzeit die gefragtesten Reiseziele sind. Natürlich können die letzten billigen Tickets gerade weg sein.
Das Weiterklicken zum Buchen beim eigentlichen Anbieter erspart keiner dieser Netz-Pfadfinder.

http://www.zoover.de
http://www.kayak.com
http://www.trivago.de
http://www.kinkaa.de

Ehrlichere Preise bei Online-Buchungen nennen immer mehr Fluglinien. Sie kommen damit Regeln zuvor, die bald irreführende Preisangaben ohne obligatorische Aufschläge in ganz Europa verbieten. So lief bei TUIfly (vorerst am 7. und 8.8.2007) eine "Festpreisaktion". 

Germanwings zeigt am Ende der Flug-Auswahlliste den günstigsten Inklusivpreis an.
Freilich liest den Hinweis auf 7,14 Euro zusätzliche Kreditkartengebühr erst, wer eine Seite weiter ein Extra-Info-Fenster aufklappt. 

Easyjet offeriert beim ersten Nachschlagen Komplettpreise, schlägt aber gleich auf der nächsten Seite für Gepäck und Versicherung satt auf. 

Auch andere Airlines rechnen deutlicher als früher tatsächliche Endbeträge vor. 

"Stadt, Land, Aktiv" heißt der Fotowettbewerb, bei dem die besten Reisebilder aus Nordrhein-Westfalen gefragt sind. Zusammen mit der Bonner "Fotocommunity" sucht der Landes-Tourismusverein vor allem Aufnahmen von Hobbyfotografen, die sich für die Tourismuswerbung eignen und neue Blickwinkel auf NRW eröffnen. Private Bilddateien können dafür bis zum 15. September 2007 ins Internet hochgeladen werden. Erste Blogger zum Wettbewerb finden den zweiten Preis (eine Kamera) viel attraktiver als den Hauptgewinn (ein Schloss-Wochenende).

http://www.fotocommunity.de

Um Urlaubsfotos dauerhaft aufzubewahren, ist das Internet ungeeignet. Die Server entsprechender Online-Dienste könnten "bei einer Unternehmenspleite einfach abgeschaltet werden", warnen Langzeitarchivierungs-Experten, die im wissenschaftlichen "Nestor"-Netzwerk die Lebensdauer digitaler Daten verbessern wollen. Das beste Speichermedium ist danach immer noch eine Festplatte, optimale Haltbarkeit versprechen dagegen "ordentliche Abzüge von einem Fotofachgeschäft". Jetzt nach der Hauptsaison lohnen sich Preisvergleiche besonders, da sich die Labors bei Fachhändlern und Versandhäusern mit Sonderangeboten gegenseitig gut Konkurrenz machen.

Nestor-Netzwerk

Restplätze in ihren Maschinen vermarktet die Airline TUIfly mit einer bisher beispiellosen Internet-Flatrate - nur für Schüler, Studenten und Auszubildende unter 27 Jahren. Zum Preis von 199 Euro können sie damit von Mitte August bis Ende Oktober 2007 fliegen, so oft sie wollen - vorausgesetzt, sie finden online in den letzten 48 Stunden vor Abflug noch einen freien Platz. Das Angebot All you can fly enthält Steuern, Gebühren und Zuschläge und gilt, so die Fluglinie, "auf fast dem gesamten City-Streckennetz".

http://www.tuifly.com

Auf hoher See und Binnengewässern lassen sich Ausflüge kurzfristiger planen, als viele glauben. Auch die Anforderungen an Kapitäne oder Mitsegler werden oft überschätzt. Bootsvermittler geben sich neuerdings große Mühe, Wissens- und Buchungslücken umfassend zu schließen. So klären DMC-Reisen nicht nur über Unterschiede zwischen Bootsklassen auf, sondern auch über nützliche Details wie Vitamin C zur Vorbeugung gegen Seekrankheit. Neu eingeführt hat der bayerische Anbieter einen "News-Blog" mit (nur noch teilweise aktuellen) Last-Minute-Angeboten und Infos. Für angehende Hausbootfahrer gibt es zur Einführung bei Crown Blue Line sogar eine kostenlose lehrreiche DVD, die per E-Mail über die Homepage bestellt werden kann.

http://www.dmcreisen.com
http://www.leboat.de
http://www.crownblueline.de

Radler schlafen gratis: Wer gern Radfahrer als Gäste bei sich aufnimmt, darf auch selbst bei Fahrradreisen umsonst übernachten. Ergebnis dieser gegenseitigen Einladung ist das Büchlein "ADFC-Dachgeber", dessen Neuauflage auf 232 Seiten mehr als 2.600 Adressen mit 14,810 kostenlosen Schlafplätzen in ganz Deutschland enthält. Man kann es nicht kaufen, sondern muss erst selbst beitreten. Es gibt auch Austauschvereinbarungen mit der Schweiz, Österreich und Frankreich. Infos beim ADFC-Dachgeber, Manteuffelstr. 60, 28203 Bremen, Telefon 0421/75890.

http://www.dachgeber.de

Knarzende Türen, heulende Eulen. Warum soll nicht auch bei Ferienhäusern funktionieren, was dem Buchmarkt Welterfolge beschert? Kurz nach Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bands hat ein Fewovermittler Muggelfamilien als neue Zielgruppe entdeckt: Seine verwunschene Liste enthält 90 privat vermietete "magische Turmsuiten, mystische Schlössern und mittelalterlichen Burgen" in ganz Europa, wo man vom wahren Zauber zumindest träumen kann.

http://www.fewo-direkt.de/zauberschloss

Kräuterhexen sind für vieles gut: Salat und Salbe, Likör und Limonade (Almdudler?), ja sogar für Wellness und "Duftwandeln". Spezialisierte österreichische Bauernhöfe versprechen außer gebündeltem Fachwissen aromatisierte Zimmerausstattung mit Duftkissen, abwechslungsreiche Kräuterküche sowie Workshops und Wanderungen. Der neue "Kräuter-Channel" ist erst seit Anfang August frisch im Netz.

http://www.kraeuterbauernhoefe.at

Keine Viertelstunde mehr verbringt der durchschnittliche deutsche Surfer auf Online-Reiseseiten. Nach Messung des "Verbands Internet Reisevertrieb" sank die Besuchszeit von rund 15 auf gut 13 Minuten.
Lag es an besserer Orientierung oder schwindendem Interesse? Das bleibt offen.
http://www.v-i-r.de

   


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