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unterwwwegs   Der neue Online-Durchblick
für Touristen


Vorbei die Macht der Mogelfotos, die Hotels mit geschickter Teleobjektiv-Perspektive an den Strand zaubern. Die vierspurige Autobahn dazwischen hat keine Chance mehr, unentdeckt zu bleiben. Kein Buschwerk mehr verbirgt den lauschigen Biergarten im Vorbeifahren. Auch beim Ferienhaus muss man die Toplage nicht mehr glauben, denn man kann sie sehen – und zwar schon vor der Buchung.

Der Computerbildschirm hat in der Saison 2006 sehr dazugelernt, vor allem im Fach Ortskunde für Auswärtige. Dabei führen neue Dienste im Internet auf unterschiedlichen Wegen zum selben Ziel. Mal zeigt genaues Kartenmaterial, wo es lang geht, mal werden Fundstellen in Satellitenfotos eingezeichnet.

Zur wichtigsten Grundlage entwickeln sich die Luftbilder der Gratissoftware Google Earth. Sie kennt weltweit jede Bucht, jedes Kaff, erlaubt stufenlosen Zoom und, dank exakter Geodaten, Markierungspunkte aller Art. Der Klick auf so einen Placemark-Pin führt direkt zu weiteren Infos. Oder zur Reisebuchung. Mallorca ist das Pilotprojekt der Hamburger Otto-Touristik, die es soeben in ihr Last-Minute-Angebot integriert hat:

Screenshot Otto

Hier kann man nun alle Urlaubsziele ansteuern, Hotelpools, Schluchten und den Weg zum Strand virtuell überfliegen, auch dreidimensional aus verschiedenen Richtungen. Sogar einzelne Strandliegen und Sonnenschirme sind mitunter erkennbar. In Bayern mausert sich Google Earth zum Touristenführer durch die Nahwelt. Zunächst sind im Großraum Augsburg 200 gastronomische Betriebe verlinkt, mitsamt Ruhetagen, Spezialitäten oder Hotspots für Notebooks. Bei Bedarf lassen sich Zusatzinfos einblenden: aktuelle Verkehrs- und Wetterlage, Haltestellen von Bus und Bahn.
 
Für manche anderen Regionen sind die Luftaufnahmen bisher noch recht unscharf. Bei der Orientierung am Boden hilft exaktes Kartenmaterial mit Routenbeschreibungen sowieso eher weiter.

Also trägt der französische Privatquartiervermittler Homelidays seine weltweit 20 000 Ferienwohnungen in Michelin-Karten präzise ein. Besonders verlockend ist die umgekehrte Suche auf der Karte zu Häuschensymbolen mit der besten Lage. Nachteile bisher: Noch sind längst nicht alle Fewos eingezeichnet und man muss sich vorher als Mitglied anmelden – für Suchende kostenlos, für Vermieter nur ein halbes Jahr lang. Wer außerdem von Michelin empfohlene Hotels und Restaurants in den Karten sehen will, lernt erst einmal hartnäckige Werbefenster zu überwinden, ehe er sich zusätzlich bei "Viamichelin" registrieren kann.

Screenshot Berlin

Die dritte Methode zur Ortskunde haben nun die Suchmaschine web.de (siehe Beispiel oben:
Screenshot Berlin) und die Telekomtochter T-Info gestartet: Sie vereinen verschiedene spezialisierte Informationsquellen mit Telefonbüchern, Branchenverzeichnissen und Routenplanung. So finden Sparfüchse für jede deutsche Postleitzahl nicht nur irgendwelche Geldautomaten, sondern jene aus dem kostengünstigen Angebot der eigenen Bankengruppe. Oder die nächsten Fachärzte, Autowerkstätten, Unterkünfte. Das funktioniert bisher nur im Inland, dafür sogar erstaunlich gut anders herum. Wie hieß doch gleich dieses coole indische Restaurant am Dingsplatz? Der interaktive Stadtplan hüpft zwar manchmal aus seinem kleinen Fenster, aber nach drei Minuten haben wir Namen und Telefonnummer.

Voraussetzung für alle diese Dienste ist ein leistungsfähiger Computer mit schneller Internetverbindung.

web.de
t-info
www.last-minute.de
www.augsburger-gastronomie.de
Homelidays
Viamichelin
Google Earth

Augsburger Biergärten
Beispiel Augsburger Biergärten: Einfach zoomen, klicken, finden.


22.3.2006 | Inhalt · Übersicht | < Home < | > Nächste Meldung > | Impressum