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Über den Durst


Der Durstreflex auf Reisen ist vor allem bei Senioren deutlich vermindert. Darauf weist das renommierte Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin der Universität Hamburg hin. Denn die Folgen, bis hin zum Organversagen, seien oft schwerer als bei Jüngeren. Die Nierenfunktion kann nachlassen. Da der Körper nicht von sich aus den erhöhten Flüssigkeitsbedarf anzeigt, muss sich der Tourist notfalls zum Trinken zwingen – und das im Wortsinn erheblich über den Durst: mindestens zwei bis drei Liter Wasser täglich.

Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte eine bevorstehende Reise zum Anlass nehmen, mit seinem Arzt zu sprechen.
Noch weitgehend unklar sind die Nebenwirkungen von Melatonin. Es wird in amerikanischen Drogerien anders als bei uns frei gehandelt: als Hormon gegen "Jetlag". Diese Zeitumstellung auf Fernreisen trifft den Biorhythmus umso härter, je älter der Reisende ist. Mediziner empfehlen leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Speisen in kleinen Portionen und Entspannungstechniken, außerdem zwei Tage Ruhezeit nach einem Langstreckenflug über neun Zeitzonen.

Faustregel: Zum Ausgleich einer zweistündigen Zeitverschiebung braucht der Körper durchschnittlich einen Tag. Die Anpassung der inneren Uhr läuft von Europa aus nach einem USA-Flug westwärts etwa 20 Prozent schneller als umgekehrt (aus den USA bzw. in Richtung Asien).



17.5.2006 | Inhalt · Übersicht | < Home < | > Nächste Meldung > | Impressum